Antalya - die Stadt

Die türkische Stadt Antalya liegt am Mittelmeer und ist Hauptort der fruchtbaren Küstenebene im Süden Kleinasiens, welche seit antiker Zeit als Pamphylien (antike Landschaft an der mittleren Südküste von Kleinasien) bezeichnet wird. Wegen der langen und wunderschönen Sandstrände wird die Gegend heutzutage auch gerne als Türkische Riviera genannt. Die Altstadt von Antalya liegt zu großen Teilen oberhalb der Steilküste und der bedeutende Seehafen im Süden Antalyas grenzt an den langen und sehr bekannten Konyaalti-Strand.
Gegründet wurde die Stadt Antalya 158 v. Chr. von König Attalos II. von Pergamon, von dem Sie auch den Namen Attaleia erhielt. Sie war im ersten Jahrhundert nach Christus eine der bedeutendsten Hafen Städte der näheren Umgebung und war im Mittelalter unter dem Namen Satalia bekannt. Antalya wurde nacheinander von Römern, Byzantinern und Seldschuken beherrscht.
Im Mittelalter (byzantinischer Zeit) war Antalya ein sehr wichtiges Zentrum des Christentums, nach dem 4. Kreuzzug (Zusammenbruch der byzantinischen Macht) wurden die Templer von den Lateinern mit der Stadt belehnt, dies wurde von Papst Innozenz III. bestätigt. Die Stadt selbst war aber de facto im Besitz eines gewissen Aldobrandino, der ein griechisch-italienischer Freibeuter war (schaffte es nicht eine eigene Dynastie zu gründen). Als der Sultan von Rum (Süleyman II.) die Stadt belagerte, wandte sich Aldobrandino um Unterstützung nach Zypern. Von dort aus schickte Walter von Montbéliard ihm eine große Streitmacht zur Hilfe und konnte somit die Belagerung aufheben. Das Geld für die Streitmacht hatte er ohne weitere Nachfrage dem Thron-Schatz seines Mündels (König Hugo I.) entnommen. Walter von Montbéliard machte sich bei der griechischen Bevölkerung der Stadt sehr schnell unbeliebt und diese erhoben sich gegen Ihn und riefen die Seldschuken zur Hilfe herbei. Es wird vermutet das Walter von Montbéliard, sich selber anstelle von Aldobrandino zum Herrscher aufwerfen wollte (versuchte es später auch in Rhodos). 1207 zog der Sultan von Rum (Kai Chosrau) in Antalya ein, er bestieg 1210 den Thron und handelte zugleich mit Hugo I. ein Handelsabkommen aus, dass die Sicherheit seldschukischer und zypriotischer Händler an der Südküste Anatoliens sicherstellte. Im 14. Jahrhundert kam Antalya unter osmanische Herrschaft.
In der Gegenwart ist Antalya die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz, von denen knapp die Hälfte in Antalya (Stadt) lebt. Das Wahrzeichen Antalyas ist die im Stadtzentrum liegende Yivli-Minare Moschee, welche im 13. Jahrhundert erbaut wurde. Der kleinste Teil der städtischen Bausubstanz ist historischen Ursprungs, weil die Stadt bis in die 1950er Jahre nur eine mittelgroße Provinzstadt mit weniger als 10% der heutigen Bevölkerung war. Mittlerweile ist Antalya der Mittelpunkt eines  schnell wachsenden Tourismus- Zentrums im Süden der Türkei. Auch Gewerbe- und Industriebetriebe haben sich in der gut ausgebauten Regionalstadt angesiedelt. Rund um Antalya in den zahlreichen neuen Vorstädten, wird der Wohnungsbau nach modernsten Standards vorangetrieben und fast jede der Siedlungen hat eine Moschee sowie ein Einkaufszentrum und meist eine gute Verkehrsanbindung zum Zentrum der Stadt.

Der Flughafen in Antalya ist ein heißbegehrtes Ziel zahlreicher Urlaubsflüge mit guten 5 Millionen Touristen im Jahr. Gerade bei deutschen ist die Urlaubsregion sehr beliebt. Es besteht zu dem seit 1997 eine Städtepartnerschaft mit Nürnberg, außerdem wurde im gleichen Jahr eine gebrauchte Straßenbahn aus Nürnberg in Antalya eröffnet.
Bei der Volkszählung im Jahr 2008 wuchs die Einwohnerzahl auf 798.000 Einwohner an und ist somit die achtgrößte Stadt der Türkei. Von besonderer Bedeutung ist in der ländlich geprägten Umgebung Antalyas der Obst- und Gemüseanbau, speziell Zitrusfrüchte.

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